Aérotrain FAQ (Frequent Asked Questions)



Fragen zum Aérotrain und diesen Seiten:


Warum wurde das Fahrzeug I80-HV nicht einem Museum zugeführt ?


Das Fahrzeug I80-HV gehörte, da das Aérotrainprojekt öffentlich gefördert wurde dem Staat. Im Jahre 1992 bemühte sich der Verein ARSATI um den Erwerb dieses Fahrzeuges. ARSATI (Verein zur Wiederbelebung der Aérotrain- und Förderung neuer Verkehrstechnologien) wurde in Saran nördlich Orléans gegründet und hatte sich zum Ziel gesetzt, ein Museum für die Aérotrain-Technik aufzubauen. Ein wichtiges Exponat sollte der I80 werden. Die Verhandlungen über den Kauf des Luftkissenfahrzeuges mit dem Staat als Eigentümer waren gerade angelaufen, da wurde das Fahrzeug durch Brandstiftung vernichtet. Der Verein gibt es heute nicht mehr.

Lesen Sie ein Faltblatt mit weiteren Informationen von dem ehemaligen Verein ARSATI, auch in deutscher Übersetzung.


Ist der Aérotain nicht überflüssig? Es gibt doch den TGV!


Diese Aussage belegt im Grunde das eigentliche Dilema. Den Aérotrain- Leuten ist es leider nicht gelungen, diesen von "ignoranten" Politikern inizierten und abwegigen Vergleich zu entkräften. Die SNCF und deren Anhänger festigten aus eigenem Interesse natürlich diesen Irrtum und nutzten diesen zur Verhinderung einer Einführung einer wirklich neuen Verkehrstechnologie gründlich aus. Nur so konnte man auf die vermeintlichen Schwachstellen der Aérotraintechnik abheben, ohne natürlich die Vorteile zu nennen. Die Mär z.B. von der fehlenden Kompatibilität zur Rad-Schiene Technik findet darin auch ihren Ursprung. Man hat geflissentlich die Tatsache unterdrückt, dass die Schwebetechnik einen gänzlich anderen Anspruch an ein modernes Verkehrssystem stellt, auch der Einsatzbereich ist verschieden (schnelle, hochverfügbare Linienverbindungen oder Punkt zu Punkt Verbindungen wie beim Flugverkehr). Die Aérotraintechnik ist keineswegs mit einer Eisenbahn vergleichbar, die einzige Gemeinsamkeit beschränkt sich auf die Spurführung, dies ist aber auch schon alles. Die Entwicklung des Aérotrains kommt aus der Luftfahrttechnik. Deshalb spricht man auch von einem Flugzeug ohne Flügel. Der Aérotrain ist von der Eisenbahn so verschieden wie z.B. ein Bus zum Flugzeug. Nur Ignoranten kommen auf die Idee, ein Flugzeug mit einem Bus zu vergleichen, nur weil vorne einer sitzt und lenkt, hinten Passagiere sitzen und aus dem Fenster schauen und sogar beide Systeme Räder benutzen. Gewiss, das Flugzeug fliegt ein bisschen in der Luft herum, aber im Grunde müssen deren Meinung nach für das Flugzeug die gleichen Regeln wie für den Bus gelten. Dann hat das Flugzeug aber ein Problem, denn es kann dann leider wegen fehlender "Kompatibilität" nicht die Autobahn oder die Landstrassen benutzen, auch benötigt es mehr Energie und und und. Dass dann das Flugzeug in diesem abstrusen Vergleich schlecht abschneidet ist nicht weiter verwunderlich. Diese unzulässige vergleichende Denkweise und das erfolgreiche Implantieren dieser Betrachtung in das Bewusstsein in weite Teile der Bevölkerung war wohl mit ein Grund für das Scheitern des Projektes.


Ist die Aérotrain-Technik nicht viel teurer als die Technik des TGV ?


Die Aérotrain-Technik ist eine sehr einfache und im Grunde genommen sehr billige Technik. Nehmen wir zunächst die Fahrbahn, einen einfacheren Fahrweg wie den damals realisierten aus Beton mit Mittelleitschiene kann man für den Hochgeschwindigkeitsverkehr nicht bauen. Auch die Fahrzeuge waren mit einfachsten Mitteln konstruiert worden, der Aérotrain 01 besteht aus z.B. folgenden Materialien: 2 mal normale 50PS-PKW-Motoren für das Schwebesystem, ein normaler Flugzeugmotor für den Vortrieb, Bremsklötze aus Holz, die PKW Sitze von der Citroen DS entnommen und die Türschlösser stammen vom 2CV. Der Rest ist zusammengebogenes Aluminium mit Gummischürzen zur Abdichtung der Schwebespalte. Dagegen ist die aufwändige und teure Technik des TGV ein wahrer Resourcen- Fresser. Die gesamte Aérotrain-Technik mit den Versuchsstrecke bei Gometz sowie bei Chevilly mit den Fahrzeugen Aéotrain 01, 02, der S44 und dem I-80 in beiden Ausbauvarianten soll genauso kostenintensiv wie die Entwickung des Bremssystems der TGV- Fahrzeuge gewesen sein. Die TGV- Technik jedoch besteht aus einer Unzahl weiterer komplexer Systeme und Subsystemen. Zusammenfassend lässt sich anmerken, dass die verschleissende Rad-Schiene- Technik im Hochgeschwindigkeitsbereich um ein Vielfaches teurer ist als jedes Schwebesystem.


Warum sind manchmal die Bilder nicht zu sehen, nur Hinweis auf Dateischutz ?


Es hat sich in der letzten Zeit (seit ca. 2 Jahren) im Internet die Unsitte breitgemacht, auf Inhalte fremder Seiten direkt zu verlinken und unter Umgehung des Urheberrechtes diese als eigene darzustellen. Besondere "Zeitgenossen" haben sich Bildersaugmaschienen programmiert, die dann über die Bilderarchive hergefallen sind. Weiterhin wurden aus Diskussionsforen direkt auf die Bilderdateien mit großer Auflösung gelinkt mit der Folge, das ich pro Monat an die 1GB zusätzlichen, nicht kontrollierbaren Traffik hatte. Da mein Traffik-Volumen begrenzt ist und ich bei Überschreitung massiv zur Kasse gebeten werde hatte ich nun zwei Möglichkeiten: Entweder die Bilder zu löschen (die schlechteste Lösung) oder die Verzeichnisse vor solchen "Spezialisten" zu schützen. Der Schutz ist leider ziemlich scharf eingestellt und so kann es je nach Browsereinstellung zu diesem Schutzhinweis kommen. Auch wenn Sie "Anonym" (mit abgeschaltetem Referer) durch das Web surfen, werden Sie leider von meiner Website ausgesperrt. Wenn Sie aber die Domain www.luftkissenzug.de direkt aufrufen (mit einem Webbrowser in Standarteinstellung) dürfte es aber keine Probleme geben. Mehr zum Thema Trafficklau erfahren Sie bei der Website Trafficklau.de.


Was ist der Grund für die Erstellung und Veröffentlichung dieser Seiten ?


Anfang 2002 begann ich mich wieder für den Aérotrain und seinem Schicksal zu interessieren. Erste Kontakte zu diesem System hatte ich bereits 1973/74 durch ein französiches Schulbuch erhalten. Durch dieses neuerliche Studium sind mir nahezu komplette Parallelen zur deutschen Magnetfahrtechnik im Hinblick auf die Umsetzung für eine nationale Anwendungsstrecke aufgefallen. Diese Seiten sollen dem Leser zeigen, dass die gesamte bei uns im Lande öffentlich geführte Diskussion um ein für oder wider eines Einsatzes eines neuen und innovativen Bahnsystemes wie auch der deutschen Magnetfahrtechnik im Grunde uralt ist und bereits vor fast 30 Jahren schon einmal mit den gleichen fragwürdigen Argumenten der Gegner geführt wurde.

Da das gesamte Aérotrainprojekt auch bei uns weitgehend in Vergessenheit geraten ist, soll auch an dieser Stelle an dieser im Grunde einfachen und genialen Technik erinnert werden.